Achtsamkeit im Arbeitsalltag - Teil 2

 

Wie ich gestern schon angekündigt habe, möchte ich heute einen weiteren Blogartikel mit Tipps zum Thema „Achtsamkeit am Arbeitsplatz“ mit euch teilen. 

 

Bevor ich euch allerdings weitere Tipps gebe, möchte ich noch auf etwas diesbezüglich eingehen.

 

Achtsamkeit ist keine Sache, die von heute auf morgen in eurem Leben präsent sein wird. Vielmehr geht es darum durch kleine Rituale und Routinen langsam ein Gespür für euch selbst und eure Umwelt zu bekommen.

Setzt euch nicht unter Druck, wenn nicht alles gleich von Anfang an klappt. Solche Sachen brauchen Zeit, Übung und Geduld. Fangt erst einmal klein an und entwickelt euch weiter.

Ich bin mir aber sicher, dass ihr, wenn ihr dran bleibt bald Fortschritte sehen werdet. Geht bitte nur nicht mit zu hohen Erwartungen an euch selbst und andere an die Achtsamkeitspraxis heran. Das verursacht nämlich nur noch mehr Stress. 

 

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So , jetzt aber 4 weitere Tipps für euch:

 

4) Findet heraus, was euch Spaß macht

Nutze deine neu entstandene Aufmerksamkeit für dich und deine Umwelt dazu, um herauszufinden, welche Kolleg*innen, Aufgaben und Anforderungen dir gut tun und welche nicht. Widme dich dem, was dir gut tut!

Je mehr du dir bewusst darüber bist, welche Situationen dir Spaß machen, Energie bringen und dich inspirieren anstatt dir Kraft zu rauben und dich zu nerven oder sogar gereizt wirken lassen, desto schneller kannst du dich den Sachen zuwenden, die dich fördern, stärken und dir den Spaß an der Arbeit zurückgeben. 

 

Natürlich wird es auch immer wieder Situationen geben, die nicht einfach sind und denen du auch nicht so einfach ausweichen kannst (z.B. schlecht gelaunte Arbeitskolleg*innen; gestresste Chefetage; Kund*innen, die dich nerven), aber dir wird es durch deine Achtsamkeitspraxis leichter fallen genau diese Situationen zu erkennen, zu entscheiden, dass sie dir nicht gut tun und jede weitere Aktion mit mehr Ruhe und Bewusstheit anzugehen. 

Denke in solchen Situationen an Dinge, die dich fröhlich machen und werde dir bewusst, dass diese negativen Situationen nur temporär sind. 

 

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5) Lege Strecken am Arbeitsplatz mit mehr Bewusstsein zurück 

Hetzt du häufiger zum Drucker, auf Toilette oder zum Kaffeeautomaten? Schluss damit! Ab jetzt wirst du jede Strecke, die du an deinem Arbeitsplatz zurücklegst mit mehr Ruhe angehen.

 

Es ist eigentlich ganz einfach: Du musst „nur“ atmen und gehen. Mach dir jeden Schritt bewusst, gehe langsam und atme dabei tief ein und aus.

Natürlich solltest du das Ganze so machen, dass deine Kolleg*innen sich nicht fragen, ob du jetzt völlig einen Sprung in der Schüssel hast. 

Wichtig ist, dass du auf deine Gedanken achtest! Halte deine Gedanken im Zaum. Wenn du merkst, dass dein Gedanken sich solidarisch mit deinen Füßen ebenfalls auf Wanderschaft begeben, bringe sie wieder an den Ausgangspunkt zurück. 

 

Diese Art der Achtsamkeitspraxis wird dir dabei helfen, deine Emotionen und Gedanken in Balance zu halten und Sachen nicht zu überstürzen. 

 

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6) Automatismen rechtzeitig stoppen

Von 0 auf 180 in unter einer Sekunde: Ihr hattet bestimmt auch schon Situationen, in denen ihr aus dem Nichts auf einmal super sauer ward und gar nicht so schnell reagieren konntet, um das zu kontrollieren oder zu verhindern. Mir jedenfalls geht es häufiger mal so, gerade wenn etwas nicht so läuft, wie ich mir das wünsche und dann noch jemand seine Kommentare dazu abgibt. 

 

In solchen Momenten scheidet unser rationales Denken aus und wir denken nur noch emotional-basiert und ferngesteuert (wie im Überlebensmodus). Sachen objektiv zu betrachten oder gar sinnvoll zu argumentieren und sich selbst zu reflektieren? Haha, unmöglich. 

 

Da solche Situationen meist nicht aus dem Nichts entstehen, sondern eine Grundunsicherheit oder gewisse Gereiztheit voraussetzen, macht es Sinn möglichst effektiv Maßnahmen zu ergreifen, um sowas zu verhindern.

 

Gewöhne dir an Stress, Irritationen, Unsicherheit und Ärger als eine Art Stopp-Signal zu sehen und dies zum Innehalten und Reflektieren zu nutzen. Woran liegt es, dass du gerade so reagierst? Was oder wer ist der Auslöser? Macht es gerade Sinn diesem Gedanken nachzugehen? Wenn ja, wie kann ich das Ganze objektiv betrachten?

Gönne dir ein paar ruhige und tiefe Atemzüge, trink einen Schluck und dann versuche wieder klar zu denken und deine Situation mit der nun gewonnenen Ruhe zu lösen. 

 

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7)  Zuhören statt hinhören

Wenn andere mit uns sprechen sind wir während ihres Redebeitrags ja meistens schon dabei uns eine Antwort zu überlegen. Dadurch gehen viele Informationen unseres Gegenüber meistens verloren, weil wir nur hin und nicht zuhören. 

 

Unaufmerksamkeit führt zu Ungenauigkeit und Missverständnissen und das wiederum zu Stress und falscher Ausführung von Aufgaben. Man kann also viel Stress und Ärger vermeiden indem man einfach genau zuhört. 

Dass das alles andere als einfach ist, ist mir selbst durchaus bewusst. Ich bin selbst ein Mensch der viel redet und nachdenkt, während andere mit mir reden. Keine gute Angewohnheit, wie ich finde!

 

Wie können wir das also ändern? 

 

Lasse deinen Gegenüber einfach so lange reden, wie sie oder er braucht. Unterbrich ihn oder sie nicht und versuche dich in die Gefühle und Gedanken des anderen hinein zu fühlen. Übe Achtsamkeit indem du nicht schon darüber nachdenkst, was du antwortest oder was du über die berichtete Situation denkst. Urteile nicht! 

Versuche herauszufinden, was den anderen bewegt, denn nur so kannst du Hintergründe und Handlungen dieser Person nachvollziehen und deinen eigenen (eventuellen) Ärger oder dein Unverständnis begraben.

 

Indem du deinen Kolleg*innen aufmerksam zuhörst, zeigst du ihnen, dass du sie wertschätzt und dass es dir wichtig ist, was sie zu sagen haben. Wertschätzung, Akzeptanz, Gesehen-werden und Aufmerksamkeit sind schonmal ein super Anfang für eine gesunde Beziehung am Arbeitsplatz.

Gib dir Mühe und du wirst sehen, es lohnt sich!

 

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Das waren meine Tipps zum Thema Aufmerksamkeit am Arbeitsplatz. Ich hoffe ihr probiert es aus und ich kann euch dabei helfen euren Arbeitsalltag etwas stressfreier zu gestalten.

 

Viel Erfolg, Geduld und habt eine wundervolle Woche!

Anne

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 Randy Morales

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