Gewohnheiten ändern - Ganz einfach?

 

Wir haben schon wieder die Mitte des ersten Monats des neuen Jahres erreicht (oder zumindest so gut wie) und ich weiß nicht wie es euch geht, aber bei mir fängt es langsam an zu kriseln. Meine Neujahrsvorsätze habe ich zwar noch im Hinterkopf, ziehe sie aber nicht mehr so bewusst durch, wie ich es vielleicht gern hätte und langsam schleift sich wieder der Alltag ein. Das Hamsterrad dreht sich weiter und man steckt mitten drin. Alles neu oder alles wieder zurück zum Alten?

Auf keinen Fall wieder zurück. Ich habe mir die Vorsätze ja schließlich gut überlegt und will was erreichen in meinem neuen Jahr. Deshalb bin ich auf die Suche nach Ratgebern gegangen und hier habe ich einmal die wichtigsten Dinge zusammengefasst, die euch dabei helfen können, die Sachen, die ihr euch vorgenommen habt auch wirklich durchzuziehen. 

 

1) Fangt einfach an!

Wer kennt das nicht? Jede/r Dritte nimmt sich für das neue Jahr vor mehr Sport zu machen und irgendwie passiert es aber dann doch immer wieder, dass man Ausreden findet, um nicht anzufangen und dann versackt das Ganze im Sande. 

Statt alles 100x zu überdenken, Details zu planen und ständig Pro und Contra Listen im Kopf zu haben: Fangt einfach an!

Es ist nicht wichtig, ob ihr alle Sportkurse bis Ende Januar durchgetaktet habt, es ist nicht mal wichtig überhaupt irgendwelche Sportkurse zu nehmen. Startet einfach in eurem Wohnzimmer oder wo auch immer und ihr werdet sehen, der Rest kommt von selbst. 

 

2) Kleine Schritte > Große Schritte

…womit wir direkt zum nächsten Punkt kommen. Wir tendieren dazu uns viel zu viel vorzunehmen und uns unter der Last, die wir uns selbst auferlegen zu erdrücken. Seine Gewohnheiten zu ändern, ist eine verdammt schwere Sache. Jeden Tag die Motivation zu finde, die Dinge durchzuziehen, die man so gar nicht gewöhnt ist oder (noch besser) Sachen nicht mehr zu machen, die man schon ganz automatisch in seinen Tagesablauf eingebaut hat: unfassbar schwer. Wenn man dann aber 10 Gewohnheiten auf einmal ändern will - eigentlich so gut wie unmöglich.

Deshalb fangt mit kleinen Schritten an: Nehmt euch vielleicht 2 Sachen vor, die ihr dafür aber auch wirklich konsequent durchzieht. Was bringt es euch denn 10 Sachen halbherzig zu machen? Nichts, genau.

Und es muss auch anfangs nicht alles perfekt laufen! Ich habe mir z.B. vorgenommen dieses Jahr zu lernen wie man fotografiert. Dafür muss ich mir keine 1000 Euro Kamera kaufen, ich fange einfach mit was Leichtem an, probiere mich aus und lerne dann dazu und wenn ich in einem Jahr besser bin, kann ich immer noch upgraden.

 

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3) Zieht Sachen auch wirklich durch!

Ich bin vor allem so eine Kandidatin, die gerne mal kneift, wenn es zu schwer wird oder ich anfange Probleme zu bekommen und manchmal hat sich auch herausgestellt, dass das im Endeffekt die richtigen Entscheidungen waren. Um aber eure Gewohnheiten wirklich zu ändern, müsst ihr Durchhaltevermögen zeigen. 

Nehmt euch Sachen vor, die wirklich auch machbar sind und versucht euch richtig einzuschätzen. Hängt euch vielleicht einen Kalender irgendwo hin auf dem ihr jeden Tag abstreicht,  wie viel ihr geschafft habt: Wenn ihr aufhört zu Rauchen z.B.  für jede Zigarette, die ihr nicht geraucht habt einen Strich setzen. Das motiviert euch und zeigt euch, wie weit ihr schon gekommen seid.

Macht euch einen kleinen Plan, z.B. wann ihr euch Zeit schafft, um euer Workout zu machen oder zu meditieren oder eine Einkaufsliste, wenn ihr vorhabt beim Essen kaufen weniger Geld auszugeben.

Es gibt so viele Möglichkeiten motiviert zu bleiben und wenn es nur ist, dass ihr jedes Mal, wenn ihr demotiviert seid eine Freundin anruft, die euch dann in den A**** tritt. 

 

4) Schaut auf euch selbst und nicht auf andere!

Mir geht es oft so, dass ich mir Dinge, die ich an anderen bewundere abschaue. Leute, die Zeit aufstehen, jeden Tag Fitness betreiben oder krass wenig am Handy sind, faszinieren mich einfach und ich habe lange versucht anderen nachzueifern. Es ist auch wichtig sich auszuprobieren und zu lernen, was zu einem selbst passt. Was aber fast noch wichtiger ist: Hört auf euren eigenen Körper und lernt, euch selbst einzuschätzen.

Faktoren, die anderen gut tun oder sogar deren Leben verändern, müssen nicht zwangsläufig dasselbe für euch bewirken. Geht nicht mit zu hohen Erwartungen ran und vor allem: Fragt euch, für wen ihr das Ganze macht! Wenn ihr es nur für die Außenwirkung und nicht wirklich für euch selbst macht, dann wird das Ganze seine Nachhaltigkeit nicht entfalten können, einfach weil ihr nicht 100% dahinter steht.

 

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5) Es ist okay Fehler zu machen - und sie auch zu akzeptieren!

So wie alles im Leben ist auch das Thema „Gewohnheiten ändern“ keine absolute Sache! Es ist eine Gradwanderung, für die ihr euch jeden Tag wieder neu entscheiden müsst. Es ist nichts, was euch auferlegt wird, ihr tragt die Bürde von ganz alleine.

Es kann auch mal passieren, dass euch das Leben in eure Pläne grätscht. Ihr krank werdet, eine Reise ansteht oder eure neue. Routine einfach so gar nicht in euren Plan reinpasst. Vielleicht stellt ihr auch nach ein paar Wochen fest, dass ihr die Zeit besser nutzen könnt als euch jeden Morgen dazu zu überreden zeitig aufzustehen, obwohl ihr abends nicht früh schlafen könnt, weil ihr einfach nicht der Mensch für seid, dass ihr eine neue Gewohnheit viel besser fändet.

Am Ende steht eure Gesundheit und euer Körper an erster Stelle und das müsst ihr euch immer wieder bewusst machen. Trotzdem den Grad zwischen Aufgeben, Sachen durchziehen und Komfortzone verlassen ohne sich dabei schlecht zu fühlen zu finden, ist auch eine Sache, die geübt sein will.

 


 

Habt ihr Spaß eure Komfortzone zu verlassen? Was macht ihr, um euch zu motivieren? 

Vielleicht habt ihr heute ein paar Antworten auf eure Fragen gefunden und ich hoffe, dass wir alle (ihr als auch ich) unsere Vorsätze wieder mit mehr Mut und Motivation angehen können.

 

Viel Erfolg auf jeden Fall und kommt noch gut durch die Woche!

Anne

 

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 Randy Morales

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