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Usability-Test für deine Website

Auch wenn ihr selbst eure eigene Website natürlich in- und auswendig kennt, ist es wichtig, dass sich sich die Besucher der Seite sich dort sofort gut zurecht finden. Um das zu testen, könnt ihr ganz einfach einen “Usability-Test” durchführen. Wie ihr das ohne großes Budget oder externe Web-Designer machen könnt, zeigen wir euch in diesem Artikel!

 

1. Was ist ein Usability-Test überhaupt?

Durch den Usability-Test findet ihr heraus, auf welche Weise eure Besucher mit eurer Website interagieren. Dadurch könnt ihr eure Website anschließend noch benutzerfreundlicher gestalten. Dabei läuft so ein Test ziemlich einfach ab, denn im Grunde genommen beobachtet ihr eine Testperson beim Surfen auf eurer Website. Dieser “Testsurfer” erzählt euch währenddessen mündlich, was er gerade macht. Hat eure Testperson Probleme oder Fragen oder kommt an irgendeinem Punkt nicht weiter, könnt ihr euch das direkt notieren und diese Probleme schnell beheben. Verwirrungen und Unklarheiten werden so aus dem Weg geräumt und eure Website wird erfolgreicher als zuvor.

 

2. Wieso ist ein Usability-Check wichtig?

Das Farbschema eurer Website ist bei einem Usability-Test nicht relevant, sondern ihr könnt direkt sehen, wie Besucher eure Website tatsächlich nutzen und ob diese wirklich intuitiv und benutzerfreundlich gestaltet ist. Es macht einen großen Unterschied, ob ihr die Website nur aus eurer Sicht betrachtet oder sie einem echten Nutzer-Test unterzieht.

Denn für euch selbst wird es schwierig, eure eigene Website richtig zu testen und zu bewerten, denn schließlich wisst ihr bereits, wie sie funktioniert. Ein Website-Tester dagegen hat einen neutralen Blick auf die Website und erkennt so auch Probleme, die ihr selbst kaum realisieren würdet.

 

 

3. Schritt für Schritt zum Usability-Test

  • Freunde, Verwandte oder Freiwillige finden:  Ihr müsst nicht endlos nach dem „perfekten“ Tester suchen. Um die Benutzerfreundlichkeit einer ganz normalen Website zu testen, kommt jede Person infrage, also auch Freunde oder Familienmitglieder.
  • “Testsurfer” beim Erledigen einer Aufgabe beobachten: Gebt der Testperson eine konkrete Aufgabe um etwas auf eurer Website zu finden und bittet ihn darum, seine Handlungen laut zu kommentieren, um seine Gedanken nachvollziehen zu können.
  • Keine konkreten Hinweise geben: Anstatt direkt zu verraten wie der Nutzer zum Ziel kommt, solltet ihr nur fragen stellen wie „Was würdest du jetzt tun, um Kontakt zu mir aufzunehmen?“
  • Das gewonnene Wissen umsetzen: Stößt euer Tester auf ein Problem, solltet ihr das Design eurer Website anschließend entsprechend verbessern.

 

4. Wie erhalte ich User-Feedback?

Bei Firmen wie Testbirds.de oder Rapidusertest.com kann man die eigene Website gegen Bezahlung testen lassen. Darauf kann man jedoch verzichten und kostenlos einen eigenen Usability-Test durchführen:

  • Findet eure eigenen Tester und setzt euch neben sie, während sie für euch einige einfache Aufgaben auf eurer Website erledigen sollen.
  • Macht am besten 15-minütige Tests mit insgesamt ca. fünf unterschiedlichen Testpersonen. (Auch nur ein Test mit einer Person ist definitiv besser als gar kein Test.)
  • Wenn es geht, lasst eure Website von einem eurer Kunden oder von Personen, die zu eurer Zielgruppe gehören, auf Benutzerfreundlichkeit testen. (Zur Not eignen sich Verwandte oder Bekannte aber genauso.)

 

 

 

 

5. Welche Fragen sollte man stellen?

Experten empfehlen, die Aufgaben als „Szenarien“ darzustellen. Denn als kleine Geschichte verpackt, hilft das euren Testpersonen sich besser auf die jeweilige Situation einzustellen. Sie reagieren also automatisch, so wie ihr es wollt, auf eine ganz natürliche Art und Weise. 

Hier sind einige Ideen, wie ihr klare Aufgabenstellungen für Usability-Tests entwerfen könnt:

  • Was suchen die Besucher eurer Seite vorrangig? (z.B. Öffnungszeiten oder Kontaktinformationen): Bei Problemen kann es sein, dass die Besucher eurer Seite diese schnell wieder verlassen, da sie die wichtigsten Infos nicht schnell genug gefunden haben.
  • Was ist das Wichtigste, was eure Besucher auf eurer Website machen sollen? z.B. Einkauf im Online-Shop, Ansehen des Portfolios):  Konzipiert die Aufgaben so, dass die Tester einen Einkauf tätigen oder eure Arbeitsproben finden sollen.
  • Was macht eure Besucher zu Kunden? (Call-to-Actions wie z.B. Artikel kaufen oder Newsletter abonnieren): Bei fehlenden oder unpassenden Call-to-Actions wird eure Website keine potenzielle Kunden überzeugen. 
  • Funktioniert eure Website auch auf dem Smartphone?: Lasst wichtige Aufgaben auch auf mobilen Geräten testen um sicherzustellen, dass eure Website auch auf Smartphones und Tablets problemlos funktioniert.

Wichtig: Gebt keine Hilfestellung oder Hinweise, denn wenn ihr die “richtige” Vorgehensweise vorhersagt, werdet ihr nicht herausfinden, ob sich neue Besucher auf eurer Website tatsächlich zurechtfinden.

 

 

Führt diesen Test also gern einmal auf eurer eigenen Website durch und seid gespannt darauf , was für Feedback ihr von euren "Testsurfern" erhalten werdet!

Lea Steger 

 

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