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Werbung auf Instagram kennzeichnen

 

Wie in den letzten Posts immer wieder mal erwähnt, wird das Social Media Marketing immer essentieller und einflussreicher in unserer heutigen Welt. 

Das läuft allerdings nicht ganz ohne Regeln!

Zum Beispiel heißt es in § 58 Abs. 1 RStV (Rundfunkstaatsvertrag): „Werbung muss als solche klar erkennbar und vom übrigen Inhalt der Angebote eindeutig getrennt sein. In der Werbung dürfen keine unterschwelligen Techniken eingesetzt werden.“

 

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Schleichwerbung ist also von Grund aus in den Sozialen Medien verboten.

Da man sich darunter jetzt noch nicht allzu viel vorstellen kann, hier mal ein Beispiel:

 

Bloggerin A wird von einer Firma (sagen wir mal einer Tee Firma, z.B.) dafür bezahlt, dass sie einen bestimmten Tee X bewirbt. 

Bloggerin A postet jetzt auf Instagram ein Bild mit sich und einer Tee Tasse und schreibt drunter, wie gut ihr doch der Tee X der jeweiligen Teefirma schmeckt und dass sie ihn jeden Morgen aus gesundheitlichen Gründen trinkt.

 

DAS, meine lieben Freunde, ist Schleichwerbung! Bloggerin A muss nämlich laut Gesetzgebung deutlich kennzeichnen, dass sie diese Anzeige bezahlt bekommt und nur deshalb dieses Teebild gepostet hat, ansonsten würde sie eine fette Abmahnung bekommen.

Damit euch sowas nicht auch passiert und ihr in Zukunft keine Fehler beim Posten von Werbung macht, möchte ich euch heute über das Thema aufklären und zeigen, wie ihr vorgehen solltet.

 

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Agenturen sind ebenso in der Pflicht

Kleine und mittelständige Unternehmen heuern meistens Agenturen, bzw. Influencer*innen an, um deren Social Media Content zu pflegen. Sie sind aber deshalb nicht aus dem Schneider und können genauso belangt werden, wenn dies nicht ordentlich gekennzeichnet wird.

Unternehmer*innen sollten daher unbedingt darauf achten, die Posts der Influencer*innen ordnungsgemäß zu kennzeichnen.

 

Kennzeichnen lieber auf Deutsch als auf Englisch

Geht vorsichtshalber auf Nummer sicher und bezeichnet die Anzeigen mit #Anzeige oder #Werbung anstatt mit #sponsored oder #ad

Der Bundesgerichtshof (u.a.) weist ausdrücklich darauf hin, dass englischsprachige Begriffe nicht ausreichen, da sie nicht jeder versteht. Bleibt aber lieber im Deutschen!

 

 

Versteckt die Kennzeichnung lieber nicht

Setzt am Besten die Kennzeichnung eurer Werbeanzeige direkt an den Anfang der Bildbeschreibung. Wenn ihr es am Ende des Textes in einer Hashtagwolke platziert, könnte es schnell so wirken als wolltet ihr es verstecken und das kann teuer werden. 

 

Ihr könnt auch eigene Worte verwenden

Neben Kennzeichnungen wie #Werbung oder #Anzeige, besteht auch die Möglichkeit in eigenen Worten zu beschreiben, dass ihr eine Kooperation eingegangen seit. Dies muss allerdings gut formuliert und klar dargestellt werden. Schreibt z.B. „Dieses Bild ist im Zusammenhang mit einer Kooperation der Firma X zustande gekommen.“. Es muss klar sein, dass der/die Influencer*in für den Beitrag entlohnt wurde.

 

Instagram bietet mittlerweile auch Funktionen an 

Instagram hat sich mittlerweile der Sache angenommen und es ist möglich die Kooperation in den „Erweiterten Einstellungen“ als „Bezahlte Partnerschaft mit…“ zu kennzeichnen. Dort kann das jeweilige Unternehmen angegeben werden und der Hinweis erscheint dann oberhalb des Bildes, wo normalerweise die Standorte erscheinen würden.

 

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Selbstgekaufte Produkte

Wenn der/die Influencer*in sich das Produkt selbst gekauft hat, nicht für eine Erwähnung auf ihrem Kanal entlohnt wird, dann spricht man von einer persönlichen Empfehlung und nicht von einer Werbeanzeige. Dies muss grundsätzlich nicht gekennzeichnet werden. Am besten mit dazu schreiben, dass es sich um ein selbstgekauftes Produkt handelt, das verhindert Missverständnisse gleich von Anfang an. 

 

 

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen kleinen Tipps weiterhelfen! Viel Erfolg!

Habt noch eine tolle Woche

Anne

 

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 Randy Morales

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